Allgemeines Syndikat Köln http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de Freie Arbeiter*innen-Union - Internationale Arbeiter*innen-Assoziation Fri, 16 Dec 2016 19:42:16 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Zur Information http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/12/16/zur-information/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/12/16/zur-information/#comments Fri, 16 Dec 2016 19:39:14 +0000 Administrator Allgemein http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/12/16/zur-information/ Das Allgemeine Syndikat Köln wurde im September 2011 gegründet und hat sich im Dezember 2016 nach fünf Jahren wieder aufgelöst.

Es war als Mitglied der Freien Arbeiter/innen-Union (FAU) in der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation (IAA) organisiert. Diese hat Anfang Dezember 2016 nach langer Diskussion die FAU aus der internationalen Föderation ausgeschlossen:

„Wegen bewußter Missachtung der Abläufe, Statuten und Beitragspflichten in der IAA wurden CNTe, FAU und USI aus der IAA ausgeschlossen. Die spalterischen und zerstörerischen Versuche des Bundeskomitees der CNTe – mit Beihilfe von FAU und USI – sind nichts als ein Angriff auf die eigentlichen Prinzipien, Taktiken und Ziele der IAA und des Anarchosyndikalismus.“
Quelle: http://anarchosyndikalismus.blogsport.de)

26. IAA-Kongress in Warschau (Polen), Dezember 2016

Achtung Verwechslungsgefahr:
Es gibt im Netz noch die ebenfalls inaktive Webseite unserer Vorgänger/innen , die 2003/2004 ein Allgemeines Syndikat in Köln organisiert und sich bereits nach kurzer Zeit aufgelöst hatten. Aus Archivgründen möchten wir natürlich auch auf deren Texte hinweisen (http://syndikatkoeln.blogspot.de).

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Anarchosyndikalismus international – die IAA (05.12.) http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/11/19/anarchosyndikalismus-international-die-iaa-05-12/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/11/19/anarchosyndikalismus-international-die-iaa-05-12/#comments Sat, 19 Nov 2016 14:45:44 +0000 Administrator Info-Teaser http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/11/19/anarchosyndikalismus-international-die-iaa-05-12/ Mo 05.12.2016, ab 19 Uhr, LC36,
Ludolf-Camphausen-Str. 36
(U3/4/5: Bhf. West / Hans-Böckler-Platz).

Bei diesem Offenen Treffen bieten wir nicht nur kostenlose gewerkschaftliche Beratung für Interessierte an, sondern ab 19:30 Uhr gibt es auch eine Veranstaltung zum Thema
„Anarchosyndikalismus international
- Geschichte und Aktualität der IAA“

Die Internationale Arbeiter*innen-Assoziation (http://ww.iwa-ait.org) ist die internationale Föderation anarchosyndikalistischer Gewerkschaften und versteht sich als freiheitliche Nachfolgeorganisation der Ersten Internationale von 1864. Sie wurde 1922 in Berlin gegründet und organisiert sich seitdem unabhängig von Parteien und Religionen, sowie ohne staatliche Unterstützung. Die IAA besteht heute aus Mitgliedssektionen in 14 Ländern und pflegt freundschaftliche Kontakte zu mehreren Organisationen weltweit.

IAA Logo

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Polnische Postler*innen protestieren http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/11/19/polnische-postlerinnen-protestieren/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/11/19/polnische-postlerinnen-protestieren/#comments Sat, 19 Nov 2016 14:40:43 +0000 Administrator Arbeitskämpfe Direkte Aktionen http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/11/19/polnische-postlerinnen-protestieren/ Die Arbeiter*innen der anarchosyndikalistischen ZSP-IAA bei der polnischen Post organisieren sich seit Monaten gemeinsam mit anderen Kolleg*innen außerhalb der angepassten Gewerkschaften.

Einige Proteste haben bereits in mehreren Städten stattgefunden, darunter Streikkundgebungen, Krankmelde-Streiks, Bummelstreiks, Transparent-Aktionen und andere direkte Aktionen am Arbeitsplatz.

Das Netzwerk MailCarrier und besonders die Organisationen in Czestochowa, Poznan und Gdansk haben nun Forderungen an die Post gestellt. Sie erwarten unter anderem Lohnerhöhungen statt Personalabbau. Auch der skandalöse Postdirektor in Warschau soll verschwinden, der sich mit Repressionen gegen Streikaktivist*innen unbeliebt gemacht hat.

Die ZSP-IAA, die in einigen Städten auch Mitglieder bei der Post hat, unterstützt die Forderungen des Netzwerks MailCarrier und setzt sich ebenfalls für eine Entlassung des Direktors ein, der Arbeiter*innen bespitzelt und bedroht. Die ZSP Warschau bereitet daher jetzt entsprechende Aktionen vor…

CC: BY-SA

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Hambacher Forst: Rote Linie gegen Tagebau http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/10/23/hambacher-forst-rote-linie-gegen-tagebau/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/10/23/hambacher-forst-rote-linie-gegen-tagebau/#comments Sun, 23 Oct 2016 17:58:35 +0000 Administrator Solidarität Soziale Kämpfe Umweltschutz http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/10/23/hambacher-forst-rote-linie-gegen-tagebau/ An der Rodungskante im Hambacher Forst protestierten am 23.10.2016 etwa 700 Demonstrant*innen gegen den Braunkohletagebau im Rheinischen Revier. Auf der stillgelegten Autobahn A4 versammlten sich die Teilnehmer*innen des monatlichen Waldspaziergangs und forderten den Energiekonzern RWE zum sofortigen Stopp der Abholzung für die Braunkohleverstromung auf.

Dem Klimakiller Braunkohle einen symbolischen Riegel vorzuschieben und die Öffentlichkeit auf diese skanadlöse Umwelt- und Klimazerstörung aufmerksam zu machen, war das Ziel der Aktion, die von Bürger*innen-Initiativen und Umweltverbänden unterstützt wurde. Auch das Allgemeine Syndikat Köln unterstützt von Anfang an den Braunkohle-Widerstand und zeigt sich solidarisch mit den Baumbesetzungen und dem Aktionscamp im Hambacher Forst. Seit vier Jahren kämpfen dort Aktivist*innen mit direkten Aktionen, wie Besetzungen und Blockaden, gegen diesen Raubbau an der Natur durch die Kohleindustrie.

Nicht nur die giftigen Emissionnen des Tagebaus, sondern vor allem das Aufheizen der Erdatmosphäre durch die Verbrennung zur Stromerzeugung, machen diese Protestaktionen zu einem wichtigen Schritt in Richtung globale Klimagerechtigkeit. Durch die ökologische Umwandlung von Arbeitsplätzen in der fossilen Industrie könnte der dringend benötigte Strukturwandel in der Region hin zu einer dezentralen und kommunal organisierten Energieversorgung bereits jetzt klimaschützend umgesetzt werden.

Sozialer Wandel statt Klimawandel!
Grüne Jobs statt brauner Kohle!

Mehr zum Thema:
http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2015/08/16/klimaproteste-in-garzweiler-erfolgreich/

CreativeCommons: BY-SA

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Offenes Treffen mit gewerkschaftlicher Beratung http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/06/10/offenes-treffen-mit-gewerkschaftlicher-beratung/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/06/10/offenes-treffen-mit-gewerkschaftlicher-beratung/#comments Fri, 10 Jun 2016 18:44:36 +0000 Administrator Info-Teaser http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/06/10/offenes-treffen-mit-gewerkschaftlicher-beratung/ Offenes Treffen mit gewerkschaftlicher Beratung

Wir bieten jeden 1. Monag im Monat aktuelle Informationen über basisgewerkschaftliche Aktivitäten und soziale Kämpfe – in Köln, überregional und weltweit.

Hier könnt ihr das Allgemeine Syndikat Köln kennenlernen und euch gerne an der kostenlosen Erstberatung für Interessierte beteiligen!

Ort: LC36, Ludolf-Camphausen-Str. 36, Köln
(U 3/4/5: Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West)

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Köln: Aktionstag gegen Arbeitsunrecht http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/05/13/koeln-aktionstag-gegen-arbeitsunrecht/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/05/13/koeln-aktionstag-gegen-arbeitsunrecht/#comments Fri, 13 May 2016 19:00:20 +0000 Administrator Arbeitskämpfe Repression Solidarität Direkte Aktionen Gesundheit & Pflege http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/05/13/koeln-aktionstag-gegen-arbeitsunrecht/ Am Aktionstag gegen unfaire Arbeitsbedingungen hat sich die „Sektion Altenpflege im Allgemeinen Syndikat Köln“ an den Protesten beim Malteser-Orden in Kalk und bei Toys‘R'Us in Marsdorf beteiligt. Aus Solidarität mit den bulgarischen Reinigungskräften bei der Malteser-Tochtergesellschaft MCS wurden in der Konzernzentrale Flugblätter von einem Dutzend Aktivist*innen verteilt und das Management mit der unliebsamen Realität über die Arbeitsbedingungen im Duisburger St.Anna-Krankenhaus konfrontiert.


Zu der Unterstützungsaktion für die Arbeiter*innen bei dem ausgelagerten Reingungsunternehmen „Malta Clean & Service“ hatte ein lokaler Soli-Kreis aufgerufen, nachdem der DGB-Gewerkschaft IG BAU gerichtlich verboten worden war über den Arbeitskampf gegen die skandalösen Machenschaften weiter zu berichten. Die Kolleg*innen setzen sich für die über 80 Reinigungskräfte ein, die über Lohnraub, Schikanen und Nötigung klagen (siehe Hintergrundbericht der „aktion ./. arbeitsunrecht“)

Auch Toys‘R'Us war Ziel der Kritik

Auch bei dem Spielwaren-Händler wurde an dem bundesweiten Aktionstag „Freitag, der 13.“ protestiert, um gegen die gewerkschaftsfeindliche Firmenpolitik vorzugehen. Vor und in der Filiale in Köln-Marsdorf wurde von einigen Gewerkschafter*innen und den Aktivist*innen der „aktion ./. arbeitsunrecht“ Flugblätter verteilt. Anlass sind nicht nur die Niedriglöhne der meist unfreiwillig in Teilzeit Arbeitdenden. Außerdem verweigert das Unternehmen einen Tarifabschluss und setzte stattdessen im Arbeitskampf Streikbrecher*innen ein.Gewerkschaftliche Aktive aus zahlreichen Niederlassungen berichten zudem von Repressionen, wie Abmahnungen, Strafversetzungen, Mobbing und Bespitzelungen. Während der Kundgebung vor dem Firmenparkplatz fuhr zwar mehrfach die Polizei vor, griff aber nicht in den Protest ein, mit dem auch einige Kund*innen spontan sympathisierten.

CreativeCommons (BY-NC):
Sektion Altenpflege im Allgemeinen Syndikat Köln (FAU-IAA), http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de

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IAA: Keine Herrschaft, keine Autorität – am Ersten Mai kämpfen wir für mehr http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/05/01/iaa-keine-herrschaft-keine-autoritaet-am-ersten-mai-kaempfen-wir-fuer-mehr/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/05/01/iaa-keine-herrschaft-keine-autoritaet-am-ersten-mai-kaempfen-wir-fuer-mehr/#comments Sun, 01 May 2016 21:53:09 +0000 Administrator Arbeitskämpfe Repression Solidarität Soziale Kämpfe http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/05/01/iaa-keine-herrschaft-keine-autoritaet-am-ersten-mai-kaempfen-wir-fuer-mehr/ Am Ersten Mai bekommen die Arbeiter*innen überall traditionell beste Grüße im Kampf von anderen Organisationen auf der ganzen Welt geschickt. Viele von ihnen erinnern an den Kampf für den 8-Stunden-Tag, die zu den tragischen Ereignissen [in Chicago] des Jahres 1886 führten. An diesem Ersten Mai möchte das Sekretariat der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (IAA) jedoch außer den revolutionären Grüßen auch einige Worte darüber verlieren, wofür die Leute, die nach dem Haymarket-Massaker ihr Leben ließen, sonst noch gekämpft hatten.

IAA - Foederation der Gleichen (seit 1922)

Die Ansprachen der Haymarket-Märtyrer vor Gericht wurden aufgeschrieben und zeigen uns, dass diese Männer Ideale hatten, die weit über den bloßen Kampf für bessere Arbeitsbedingungen hinausgingen. So erklärte z.B. Louis Lingg: „Anarchie bedeutet keine Herrschaft oder Autorität eines Menschen über einen anderen“.

Dies ist eine sehr grundlegende Idee des Anarchismus: Das alle Menschen frei und gleich sein sollten. Aber die Gleicheit ist nicht die Pseudo-Gleicheit der bürgerlichen Klassen, welche das Wort üblicherweise als gleiches Wahlrecht für Stellvertreter*innen definieren. Wahre Gleichheit drückt sich in unserer Tradition aus durch die Vorstellung, dass alle Aufspaltungen nach Reichtum oder natürlichen Rohstoffen zerstört werden müssen und eine Umverteilung stattfinden muss.

Die Ethik dabei bedeutet „Alle nach ihren Fähigkeiten und allen nach ihren Bedürfnissen“ und nicht nach Marktgesetzen oder nach der Idee, dass jemand mehr verdient, weil er oder sie in eine bessere Stellung hineingeboren wurde. Wahre Gleichheit bedeutet also die Idee, dass es keine Hierarchien gibt und keine Person oder Gruppe andere Leute beherrscht.Geschichtlich wird die Herrschaft von mehreren Umständen gestützt, wie z.B. ererbter Wohlstand, Zugang zu Rohstoffen oder dem Leben in einer größeren und vorherrschenden Gruppe. Nach anarchistischer Vorstellung soll das alles umgekehrt werden. Daher erkennen wir die Lohik der bürgerlichen Demokratien nicht an und akzeptieren diese momentanen Herrschaftsformen nicht, denen wir uns widersetzen.

Der Anarchosyndikalismus ist eine Idee, die aus der anarchistischen Tradition entstanden ist. Er sieht die Notwendigkeit für Arbeiter*innen-Organisationen, die sich im Klassenkampf befinden. Aber diese Idee ist nicht darauf beschänkt. In der Geschichte und ebenso heute ist der Anarchosydikalismus auch ein Kampf für den freiheitlichen Kommunismus und eine selbstbestimmte Gesellschaft, die alle Hierarchien zerbricht und in eine neue Gesellschaft der Gleichen verwandelt.

Bevor der Begriff Anarchosyndikalismus benutzt wurde, war bereits lange zuvor die Idee solch einer revolutionären, syndikalistischen Bewegung auf Grundlage anarchistischer Ideale geboren. Der Versuch der Ersten Internationale [von 1864] mißlang, da die Anarchist*innen die Vorstellung ablehnten, der Staat solle in einen Arbeiter*innen-Staat umgewandelt werden und dass eine Partei in der revolutionären Bewegung der Arbeiter*innen eine Rolle spielen solle. Die stattgefundene Trennung zeigte einen andauernden Konflikt auf zwischen den Zielen unserer libertären Bewegung mit jenen der Staatsgläubigen.

Das Experiment der Ersten Internationale hat klar gezeigt, dass wir eine Föderation von Organisation brauchen, deren Revolutionsvorstellung nicht die einer Partei oder eines Arbeiter*innen-Staates ist, sondern wo die Arbeiter*nnen für ihre eigene Selbstverwaltung im Rahmen einer freiheitlich-kommunistischen Gesellschaft kämpfen. Aus diesem Grund hatten sich Anfang der 1920er Jahre eine Reihe von Gewerkschaften geweigert sich den Sowjets und den Anhänger*innen des marxistisch-leninistischen Modells anzuschließen und stattdessen 1922 die Internationale Arbeiter*innen-Assoziation gegründet.

Die revolutionären Ideen dieser vereinigung sind auch heute noch lebendig: Die IAA strebt ein Gesellschaftsmodell ohne den Staat an. Die Statuten der IAA besagen Folgendes:

„Das Ziel der revolutionäre Gewerkschaftsbewegung ist nicht die Eroberung der politischen Macht, sondern die Abschaffung aller staatlichen Funktionen im gesellschaftlichen Leben. Die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung geht davon aus, dass mit dem Verschwinden des Eigentumsmonopols auch das Verschwinden des Herrschaftsmonopols kommen muss. Und dass keine Art Staat, wie auch immer er sich tarnt, jemals ein Hilfsmittel für die menschliche Befreiung sein kann. Sondern im Gegenteil, dass er immer der Verursacher neuer Monopole und neuer Privilegien sein wird.“ (…)

„Die revolutionäre Gewerkschaftsbewegung hat eine zweifache Funktion: Einerseits den alltäglichen Kampf um die wirtschaftliche, gesellschaftliche und intellektuelle Entwicklung der arbeitenden Klasse innerhalb der Grenzen der heutigen Gesellschaft weiter zu entwickeln. Und andererseits die Massen zu befähigen, dass sie in der Lage sind, den Prozess von Produktion und Verteilung unabhängig zu verwalten, wenn es an der Zeit ist von allen Elementen des gesellschaftlichen Lebens Besitz zu ergreifen.“

In den Jahren, seitdem Anarchist*innen für diese Ideale gekämpft haben, waren wir Ziel zahlreicher Angriffe, aber auch Vieles andere hat unsere Überzeugungen herausgefordert. Die Haymarket-Märtyrer waren ihrem Tod voller Widerstand entgegengetreten und haben ihre Ideale bis zum Schluss verteidigt.Ebenso taten es tausende Genoss*innen, die im Kampf oder in den unterdrückerischen Händen der Bolschewist*innen, Faschist*innen oder des Staates starben.wir dürfen niemals die Leidenschaft vergessen, mit der diese Held*innen für ein Leben in einer Gesellschaft freier und gleicher Personen gekämpft haben.

Ebenso müssen wir uns daran erinnern, dass wir auf unserem Weg viele Male den Versuchungen gegenüberstanden, uns in „Realpolitik“ oder possibilistische Methoden zu verstricken. Manche Organisationen haben die Grundsätze unserer Föderation verworfen, um in eine andere Richtung zu gehen. Es gab ebenso Vorfälle, bei denen einige die Notwendigkeit gesehen haben im Staat mitzuarbeiten und einige Organisationen haben sich über diese Frage mehrmals gespalten. Doch trotz dieser Versuche und Zerwürfnisse hat die Internationale Arbeiter*innen-Assoziation ihren revolutionären, anti-autoritären Charakter behalten.

Das IAA-Sekretariat wünscht allen arbeitenden Menschen, die diese Ideale in ihren Herzen und Händen tragen, einen frohen Ersten Mai!

Quelle:
http://iwa-ait.org/content/no-domination-no-authority-we-struggle-more-may-day

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Libertärer 1.Mai in Köln und Bonn http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/05/01/libertaerer-1-mai-in-koeln-und-bonn/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/05/01/libertaerer-1-mai-in-koeln-und-bonn/#comments Sun, 01 May 2016 21:14:30 +0000 Administrator Solidarität Direkte Aktionen Soziale Kämpfe http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/05/01/libertaerer-1-mai-in-koeln-und-bonn/ Zu einem „Brunch in den Mai“ hatten das Allgemeine Syndikat Köln (FAU-IAA) und die Gruppe „Stadtlicher Widerstand“ sich gegenüber des Gewerkschaftshauses am Hans-Böckler-Platz getroffen. Es gab einen Frühstücks- und Infotisch, „Tortenwerfen gegen rechts“ und ein Soli-Transparent, sowie die Arbeitsrecht-Infos des A-Forums.

Koeln


Nachdem die DGB-Demo gefolgt von lärmenden marxistisch-leninistischen Parteien an unserem Stand vorbei in Richtung Altstadt losgelaufen waren, ließen wir uns den frischen Kaffee in der Morgensonne schmecken. Einige beteiligten sich an dem Straßenfest auf dem Heumarkt, andere fuhren zur libertären Demo nach Bonn.

Bonn

Dort versammelten sich etwa 200 Leute am Kaiserplatz, zogen dann zu einer Zwischenkundgebung am Friedensplatz und schließlich durch die Innenstadt bis zum Straßenfest am Frankenbad. Da gab es Kuchen und veganes Essen, Infostände, Ausstellungen, Siebdruck, Umsonstladen, noch mehr Redebeiträge und ein vielfältiges Musikprogramm.

Bereits zum vierten Mal fand diese anarchistische Alternative zum autoritär-marxistischen Straßenfest an der benachbarten Marienschule statt. Dort provozierten gegen Abend noch einige AntiDeutsche mit Böllern die anti-imperialistische Versammlung, was bei den Anarchist*innen jedoch kontovers diskutiert wurde – ein unschönes Ende eines ansonsten gut organisierten Protesttages.

CreativeCommons (BY-NC): Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA), http://anarchosyndikalismus.blogsport.de

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Workers‘ Memorial Day 2016 http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/04/28/workers-memorial-day-2016/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/04/28/workers-memorial-day-2016/#comments Thu, 28 Apr 2016 19:29:07 +0000 Administrator Arbeitskämpfe Solidarität Direkte Aktionen Gesundheit & Pflege http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/04/28/workers-memorial-day-2016/ Der Workers’ Memorial Day ist ein internationaler Tag des Gedenkens an Lohnarbeiter, die aufgrund von Arbeit getötet, verstümmelt oder verletzt wurden oder an Berufskrankheiten leiden. Er findet jedes Jahr am 28. April in zahlreichen Ländern statt.
Aus diesem Anlass wurde heute an der Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs an der Severinstraße eine kleine Gedenkaktion organisiert, wo die U-Bahn-Baustelle im Jahr 2009 die in der Nachbarschaft wohnenden Arbeiter Kevin und Khalil das Leben kostete.

Gedenken


Nach Angaben der ILO (von 2006) sterben mehr Menschen durch Arbeit als durch Kriege:
- Weltweit stirbt alle 15 Sekunden ein*e Arbeiter*in, das entspricht 6.000 Arbeiter*innen pro Tag
- Es sterben jedes Jahr insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen an den Folgen eines Arbeitsunfalls oder infolge einer Berufskrankheiten.
- Jedes Jahr ereignen sich weltweit schätzungsweise 270 Millionen Arbeitsunfälle und zudem erkranken etwa 160 Millionen Menschen an arbeitsbedingten Krankheiten. (In Deutschland ereignen sich im Jahr etwa 500 tödliche Arbeitsunfälle, fast alle in der Privatwirtschaft. Dazu kommen die etwa 2.500 Verstorbenen, die an einer offiziell anerkannten Berufskrankheit, wie Asbestose, litten)
- Giftige Substanzen töten jährlich 440.000 Arbeiter*innen, wobei allein Asbest für etwa 100.000 Tote verantwortlich ist.

Der EGB (ETUC) hofft aktuell auf eine gesetzliche Reform und setzt sich derzeit für neue Grenzwerte für den Kontakt mit 50 krebserregenden Chemikalien ein. In der EU sterben etwa 100.000 Menschen im Jahr an arbeitsplatzbedingten Krebserkrankungen.

Aber auch andere Risiken sollten nicht vergessen werden, wie z.B. die unbekannte Wirkweise künstlich hergestellter Nanopartikel. Auch psycho-soziale Belastungen, wie Stress, (sexuelle) Gewalt und Mobbing, machen krank und können zu Erwerbsunfähigkeit führen. Dazu kommen die Muskel-Skelett-Erkrankungen, bei denen Nacken, Rücken und Ellbogen schmerzhaft überlastet werden.

Einsturzstelle

Mit dem Workers’ Memorial Day soll die Öffentlichkeit auf arbeitsbedingte Tode, Verletzungen und Krankheiten sowie auf die Vermeidbarkeit der meisten Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten hingewiesen werden. Zudem sollen gewerkschaftliche Kampagnen und Ansätze im Kampf für Verbesserungen beim Arbeitsschutz bekannt gemacht werden. Rund um den Workers’ Memorial Day hat sich der Slogan „Remember the dead – Fight for the living“ (Der Toten gedenken, für die Lebenden kämpfen) etabliert. Obwohl der 28. April in erster Linie als Tag des Gedenkens und der internationalen Solidarität genutzt wird, wurden an ihm zuweilen auch konkrete Aktionen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes initiiert oder praktisch mit entsprechenden Kampagnen verbunden.

In Europa nehmen teil an Aktionen: außer den skandinavischen Ländern, nur Großbritannien, Österreich, Italien und Spanien. In Osteuropa beteiligen sich nur Moldawien und Slowenien. Aber auch in Marokko, Tunesien, Ägypten, Palästina und Libanon gibt es Aktionen.

Heute finden am Workers’ Memorial Day Aktivitäten auf der ganzen Welt statt. Dazu gehören Kampagnen, Aufklärung am Arbeitsplatz, öffentliche Veranstaltungen, die Errichtung von Denkmälern, Kundgebungen und Demonstrationen bis hin zu vereinzelten Aktionen am Arbeitsplatz wie Streiks. Nach Angaben des IGB beteiligten sich im Jahr 2009 etwa 14 Millionen Menschen in über 100 Ländern an rund 10.000 Aktivitäten

Ins Leben gerufen wurde der Workers’ Memorial Day 1984 von der kanadischen Gewerkschaft für Angestellte im Öffentlichen Dienst (Canadian Union of Public Employees). Der Canadian Labour Congress griff die Initiative im Folgejahr auf und erklärte den 28. April zu einem jährlichen Tag des Gedenkens. Mit dem Datum bezog man sich auf den Jahrestag des richtungsweisenden Workers Compensation Act von 1914, mit dem in Kanada eine Behörde für Arbeitsschutz eingerichtet wurde. 1991 wurde der 28. April zu einem kanadischen Gedenktag (National Day of Mourning).

Erinnerung

Regenbogen

Fotos: Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA) [Creative Commons: BY-NC]

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Kölner Streik-Ticker (27.04.) http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/04/27/koelner-streik-ticker-27-04/ http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/04/27/koelner-streik-ticker-27-04/#comments Wed, 27 Apr 2016 20:15:25 +0000 Administrator Arbeitskämpfe Solidarität Direkte Aktionen http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2016/04/27/koelner-streik-ticker-27-04/ Als Teil des zweitägigen Warnstreiks von ver.di (DGB) und dbb Beamtenbund/Tarifunion fanden heute auch in Köln ganztägig Arbeitsniederlegungen im Öffentlichen Dienst statt. Zur Unterstützung der letzten beiden Verhandlungsrunden am Donnerstag und Freitag in Potsdam, wurden auch in Köln Protestkundgebungen veranstaltet: am Stadthaus Deutz, am Hans-Böckler-Platz und am Appellhofplatz.

Warnstreik-Solidarität


Die Arbeiter*innen versammelten sich dort um 10 Uhr und liefen dann durch die Innenstadt zum Heumarkt, wo gegen 11:30 Uhr etwa 12.000 Kolleg*innen auf der Abschlusskundgebung den feurigen Reden der bezahlten Funktionärselite lauschten. Von deren Verhandlungsergebnis wird es abhängen, ob für die Forderung (6% mehr Lohn, 100 Euro mehr für Azubis und ein Ende der grundlosen Befristung) weiter gestreikt werden wird…

Heute ruhte (laut ver.di) der Betrieb in folgenden Kölner Betrieben:

„bei der Stadtverwaltung (inkl. Kitas und Bühnen), den Verkehrsbetrieben (KVB), der RheinEnergie, der AWB (Straßenreinigung), den Stadtentwässerungsbetrieben (StEB), den Stadtwerken (SWK), der Rheinischen Netzgesellschaft (RNG), dem Flughafen Köln/Bonn, dem Landschaftsverband Rheinland (Klinik und Zentralverwaltung), den Sozialbetrieben (SBK), den städtischen Kliniken, den KölnBädern, dem Jobcenter, der Bundesagentur für Arbeit, bei KölnTourismus, dem Studierendenwerk, den Bundeswehrstandorten, dem Bundesverwaltungsamt, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dem Wasser- und Schifffahrtsamt, dem Bundesamt für Güterverkehr, der Tages- und Abendschule, den Standorten der Bundesfinanzverwaltung, dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, sowie dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information,…“

Warnstreik-Solidarität

Creative Commons (BY-NC): Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA)

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