Italien: Generalstreik am 18.März (USI-IAA)

Für den 18.März (Jahrestag der Pariser Kommune von 1871) hatte die USI, italienische Sektion der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (IAA), gemeinsam mit den Basisgewerkschaften CUB und SI Cobas zu einem eintägigen Generalstreik aufgerufen.

Sie protestierten auf landesweiten Demos in Mailand und Neapel:

- Gegen Krieg und die italienische Militärintervention in Libyen oder sonstwo!

- Gegen die Arbeitsmarktreform „Jobs Act“, welche Kündigungen erleichtert und für die Arbeiter*innen weitere Prekarität bedeutet!

- Gegen Abkommen und Gesetze zur Einschränkung der Gewerkschaftsfreiheit (welche eine Monopolisierung durch anerkannte, arbeitgeber- und staatsfreundliche Verbände bedeuten), sowie für das Streikrecht!

- Gegen die Aufspaltung der Belegschaften nach Betrieben oder Einzelverträgen, aber für landesweite Tarifverträge!

- Für Lohnerhöhungen und anständige Bezahlung der arbeitslosen und prekären Arbeiter*innen!

- Gegen Arbeitslosigkeit, für eine Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich!

- Für das Recht auf Bewegungsfreiheit aller, sowie gleiche Rechte für Migrant*innen!

- Gegen die Bildungs-“reform“, welche öffentlichen Schulen die nötigen Mittel kürzt und sie privaten Träger bereitstellt, sowie gegen die Vermittlung von Student*innen in „freie Arbeit“

- Für das Recht auf Wohnen und gegen Zwangsräumungen, sowie für eine Anmietung leerstehender öffentlicher und privater Häuser für Obdachlose!

- Gegen das Profitstreben, welches Umweltverschmutzung und – zerstörung produziert.

Der 18.März ist ein erster Schritt zu einer Vereinigung der Kämpfe, welche bisher vereinzelt in Branchen und Unternehmen geführt wurden. Für die Bildung einer gemeinsamen Klassenfront zur Verteidigung der Arbeiter*innen gegen den inneren und äußeren Kampf, den Chefs und Regierung gegen uns führen.

Quelle:
http://iwa-ait.org/content/march-18-general-strike

USI-IAA Generasltreik 18.03.2016