Nach den Anschlägen von Paris

Solidarität mit den Opfern von Jihadismus und Krieg!

Wir betrauern die rund 130 Todesopfer und zahlreichen Verletzten der gestrigen Attentate gegen die Pariser Bevölkerung: die ermordeten Arbeiter*innen, Fußballfans, Konzert- und Restaurantgäste, Passant*innen,…

Erneut hat der bewaffnete Jihadismus mit tödlicher Gewalt gegen seine weltlichen und religiösen Feinde zugeschlagen. Angesichts der bevorstehenen Syrienkonferenz und als Antwort auf die militärischen Misserfolge im Mittleren Osten und in Afrika hat die islamistische Bewegung den Krieg nun in die Hauptstadt der französischen Interventionsarmee getragen. Die Attentate waren anscheinend auch antisemitisch und antiamerikanisch motiviert.

Mit aller Schärfe sprechen wir uns dagegen aus, dass die Herrschenden in Europa nun mit Ausnahmezustand, Militäreinsatz, Grenzschließung, Ausgangssperre und Überwachung reagieren. Millionen von Muslim*innen werden jetzt unter Generalverdacht gestellt, auf der Straße rassistisch kontrolliert und bedroht.

Ebenso wenig tragen religiöse Bekenntnisse aller Art zu einer Entschärfung der Lage bei, denn besonders die christlichen Glaubenskrieger*innen und Rassist*innen werden sich durch die aktuelle Terrorserie bestätigt fühlen. Dem gilt es unseren weltlichen, humanistischen Widerspruch immer wieder entgegen zu halten.

Denn als freiheitliche Gewerkschaft stehen wir für grenzüberschreitende Solidarität, sei es im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung oder gegen Terror und Krieg. Diese Solidarität schließt natürlich diejenigen ein, die sich gegen Islamismus, Nationalismus und Diktatur wehren müssen – oder schließlich davor fliehen und in Europa Schutz suchen.

Grenzen auf für alle!
Gemeinsam gegen Krieg und Repression!

Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA)

Gegen Krieg und Militarismus - Solidarität ohne Grenzen!