Vio.Me droht Zwangsversteigerung – Solidarität mit den Arbeiter*innen!

Nach einem Gerichtsbeschluss soll die Immobilie der seit zwei Jahren besetzen Fabrik Vio.Me in Thessaloniki nun ab dem 26.11. zwangsweise versteigert werden. Die Interessen der Arbeiter*innen, die die Produktionsanlagen nach der Flucht des insolventen Eigentümers übernommen und auf ökologische Reinigungsprodukte umgestellt haben, werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

Vio.Me Seife

Falls es auch nach einem Monat keine interessierten Käufer*innen für das gesamte Gelände geben sollte, soll die Zwangsversteigerung solange fortgesetzt werden bis irgendjemand gefunden wird. Das würde ein Ende der Besetzung und die drohende Räumung der Anlage bedeuten.

Bezeichnenderweise war die aus vierzehn Einzelparzellen bestehende Immobilie damals von der griechischen Regierung an den Vorbesitzer Phillipou verschenkt worden, um ihn für die „soziale“ Schaffung von Arbeitsplätzen zu belohnen. Nun soll sie zu Geld gemacht werden, um die privaten Bankrottschulden der Vio.Me-Muttergesellschaft Philkeram zu begleichen.

Da die eigentliche Fabrik nur ein Siebtel der Gesamtfläche benötigt, wäre es zwar ein Leichtes dieses Gelände vom Verkauf auszunehmen und nur den ungenutzen Rest zu versteigern. Aber weder die kapitalfreundlichen Gerichte, noch die linkspopulistische Regierungspartei Syriza haben ein Interesse daran, dass die Arbeiter*innen dort selbstbestimmt Produktionsmittel vergesellschaften und dabei noch lokale und internationale Unterstützung bekommen.

Daher ist es jetzt dringend nötig, internationale Solidarität zu zeigen, um dieses und andere ermutigende Projekte selbstverwalteter Arbeiter*innen aktiv zu unterstützen!

Mehr Infos in Englisch:
http://www.viome.org/2015/10/a-call-for-support-of-struggle-of-viome.html