1.Mai: Libertäre Demo in Köln

Etwa hundert Leute waren dem Aufruf verschiedener libertärer und anarchosyndikalistischer Gruppen zum Bahnhof Ehrenfeld nachgekommen und folgten stundenlang den Reden zur Auftaktkundgebung. Neben einem Infotisch wurden vom Lautsprecherwagen mehrere Redebeiträge zu Themen, wie Wohnraumkämpfe, Braunkohle-Widerstand, Antifaschismus, Tierrechte, Anarchismus, Gefangenengewerkschaft und zur Geschichte des 1.Mai gehalten.


Die geplante Versorgung mit veganem Essen musste leider ausfallen. Danach ging der Fußmarsch vom Mahnmal der Edelweißpirat/innen durch Ehrenfeld in Richtung Innenstadt, vorbei an DGB-Haus und SPD-Zentrale mit einer Zwischenkundgebung am Friesenplatz bis zum Kolpingplatz, wo sich die Demo schnell auflöste.

Viele Teilnehmer/innen schlossen sich nämlich danach der antifaschistischen Kundgebung hinter dem Hauptbahnhof an, wo gegen einen regionalen Reisetreffpunkt von Neonazis protestiert wurde. Erfolgreich haben etwa 200 Demonstrant/innen den Zugang am Breslauer Platz und damit deren geplante Abreise in Richtung Ruhrgebiet blockiert. Dabei kam es zu verschiedeen Rangeleien mit der Staatsgewalt, die aggressiv vorging und auch Pfefferspray gegen die Antifaschist/innen einsetzte.

Letztlich konnte nur eine zur Verstärkung der Streifenpolizist/innen herbeigerufene Einsatzhundertschaft den etwa 40 Nazis die Abfahrt ermöglichen, indem sie mit einem Bus zum Bahnhof Köln-Mülheim gefahren worden. Dort konnten weitere Proteste jedoch deren Anreise zu ihrem rassistischen Aufmarsch in Essen nicht verhindern, der jedoch auf dem Weg nach Gelsenkirchen von weiteren Blockaden gestoppt wurde.

Fotos: Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA)