Klimakämpfe gegen Braunkohle im Rheinland

\"Grüne Jobs statt brauner Kohle - Gemeinsam gegen Umweltzerstörung und Arbeitsplatz-Abbau! Kommunalen �kostrom für alle!\"

Seit drei Jahren gibt es die Waldbesetzung im Hambacher Forst (bei Kerpen / Rhein-Erft-Kreis), wo mit direkten Aktionen gegen den Braunkohletagebau und die Klimakiller-Kraftwerke im Rheinischen Revier gekämpft wird.


Nun findet dort ein Waldfest und ein Skill-sharing-Camp statt, auf dem in gegenseitiger Hilfe eigene widerständische Fertigkeiten an andere Leute weitergegeben werden können.

Gleichzeitig hat die Linkspartei-Stiftung an der Kölner Uni eine Klimakonferenz finanziert, auf der sich internationale Aktivist/innen und Vertreter/innen von Nicht-Regierungsorganisationen medienwirksam vernetzen können. Und als Mobilisierungsaktion zu Anti-Kohle-Menschenkette am 25.04. beim Tagebau Garzweiler II.

Doch auf Parteien zu vertrauen und Appelle an Regierungen zu richten, lenkt von den unmittelbaren Energiekämpfen ab. Diese sind nicht nur das Ringen um eine kommunale Versorgung mit Strom und Wärme, sondern auch ganz konkrete Arbeitskämpfe für eine Umwandlung der gesundheitsschädlichen Großindustrien in umweltschonende und soziale Betriebe.

Und dieser Wechsel wäre dringend nötig, denn angesichts der fortschreitenden Klimaerwärmung sind die Folgen der seit drei Jahrhunderten andauernden, fossilen Verbrennung weltweit immer stärker spürbar geworden, vor allem in den von Kolonialismus und Kapitalismus geplünderten Ländern des Südens. Dass aber entgegen der Versprechen von Politik und Kapital die Atomkraft keine klimaneutrale Alternative bei der Energiewende darstellt, ist seit langem bekannt.

Gleichzeitig schüren die reformistischen DGB-Gewerkschaften Ängste vor wirtschaftlichem Stillstand und eine Verschärfung der Massenarbeitslosigkeit, sollten die Arbeitsplätze in den nuklearen und fossilen Kraftwerken wegfallen. Anstatt sich für eine grüne Konversion einzusetzen, dienen sich die sozialdemokratische Arbeiter/innen-Vertretung den Industriebossen als klimaschädliche Sozialpartner/innen an und machen Stimmung gegen selbstbestimmte Energiekämpfe, wie die direkten Aktionen in Hambacher Forst (Hintergrundartikel vom April 2014).

Siehe auch:
Libertäre Alternativen zur realexistierenden Energiepolitik

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