Kölner Protest gegen Pegida und Hogesa geht weiter

Nur eine Woche nach der ersten Demonstration des lokalen Ablegers der rechtspopulistischen Pegida-Bewegung haben erneut tausende Demonstrant/innen gegen den „Kögida-Spaziergang“ die Straßen blockiert. Unter den etwa 100 Rechten befanden sich neben den üblichen Polit-Funktionär/innen von ProKöln auch einige Nazi-Hooligans.

NoKögida

Die Bevölkerung zeigte stattdessen mit ihrem gewaltfreien Massenprotest, was sie von rassistischen und nationalistischen Parolen hält. Angesichts des Massakers in Paris, bei dem dschihadistische Terroristen die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“, sowie mehrere jüdische Geiseln in einem Supermarkt hingerichtet haben, fand vor dem NS-Dokumentationszentrum El-De-Haus am Appellhofplatz eine Trauerkundgebung des Bündnisses „Köln gegen rechts“ statt.

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Kögida und Hogesa durften derweil unter massivem Polizeischutz ein paar Hundert Meter durch weiträumig abgesperrte Seitenstraßen laufen, während die Gegendemonstrant/innen entlang der Route pfeifend und rufend bis zurück zum abgesperrten Bahnhofsvorplatz folgten. Zwischendurch soll es zu Rangeleien und vorläufigen Festnahmen gekommen sein als die Polizei Hooligans durch die Gegendemonstration geschleust haben. Bei der Abreise am Hauptbahnhof gab es wohl Angriffe von rechten Schlägern, die jedoch von Antifaschist/innen abgewehrt werden konnten.

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Insgesamt haben sich (nach Polizeiangaben) über 6.000 Leute an den antirassistischen Protesten beteiligt, also fast so viele wie bei den Blockaden letzte Woche in Deutz (Bericht vom 05.01.).

Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA)