Amazon: Polnische Leiharbeiter/innen von Manpower forden ihre Löhne!

Während in Deutschland tausende Arbeiter/innen in sechs der neun Amazon-Verteilzentren im Streik gegen miese Arbeitsbedingungen sind, hat sich der Versandhändler in Polen verzweifeltes Personal gesucht, das für ein Viertel des hiesigen Lohnes schuftet.

Jedoch haben die ersten von ihnen angesichts der harten Arbeit und der Zahlungsprobleme bereits wieder gekündigt. Eine Gruppe Arbeiter/innen aus Sady wird von der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft ZSP-IAA bei ihren Forderungen nach ausstehenden Löhnen unterstützt.

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Berichte aus Sady and Bielany Wroclawskie zeigen, dass viele Kolleg/innen Probleme mit ihrer Entlohnung haben: Verspätete Zahlungen, fehlerhafte Beträge, fehlende Sozialversicherung, usw. Hinzu kommt, dass Einige nicht ihre ganzen Überstunden angerechnet bekommen und die Firma diese nur quartalsweise berechnet. Das bedeutet, dass man z.B. für 200 Stunden Arbeit in einem Monat wegen der Durchschnittsberechnung niemals einen Überstundenzuschlag bekommt.

Viele der angeheuerten Arbeiter/innen wurden über die Leiharbeitsfirma Manpower eingestellt, weshalb diese laut Gesetz für die Regelmäßigkeit der Lohnzahlungen verantwortlich ist, selbst wenn Amazon nichts bezahlt. Da die betroffenen Amazon-Arbeiter/innen bei Manpower in Warschau eingestellt wurden, organisiert die ZSP-IAA dort Besuche und fordert die Beträge ein. Auch bei Amazon selbst wird es Kundgebungen geben, wofür sie internationale Unterstützung für die Arbeiter/innen brauchen können!