Kölner Gericht verurteilt belgischen FORD-Arbeiter

Im ersten Prozess gegen die Arbeiter/innen, die gegen die Schließung des Werkes in Genk (B) bei der Europazentrale in Köln demonstriert hatten, wurde Gaby C. zur Zahlung eines Verwarngeldes von 600 Euro auf Bewährung verurteilt.

FORD-Genk Solidaritätskundgebung

Er wurde allerdings lediglich wegen „Vermummung“ (bzw. „Verstoß gegen das Versammlungsgesetz“) abgeurteilt, alle anderen Anklagepunkte mussten als haltlos fallengelassen werden. Der erste Prozesstag war verschoben worden, da die Staatsanwaltschaft nicht genug Zeug/innen vorweisen konnte.

Vor dem Amtsgericht hatten erneut sich etwa ein Dutzend kölner Linke, sowie ein weiteres Dutzend belgische Kolleg/innen der christlichen Gewerkschaft eingefunden, um gegen die Kriminalisierung dieses energisch geführten Arbeitskampfes zu protestieren.

Ob dieses Urteil nun wegweisend für die weiteren neun Anklagen sein wird, bleibt abzuwarten. Die nächsten Verhandlungen sind für Sommer 2015 angesetzt.

Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA)

FORD-Genk Solidaritätskundgebung

Hintergründe:


http://allgemeinessyndikatkoeln.blogsport.de/2014/10/21/belgischer-ford-arbeiter-in-koeln-vor-gericht/

Ein weiterer Bericht: „Kölner Prozeß gegen Ford-Genk-Mitarbeiter – Urteil“

http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=6506

Interview zum Prozess (Radio Flora):
http://www.radioflora.de/