Tanzdemo für Freiräume und Wohnraum

Mit einer Tanzdemo haben am 02. 02. 2013 über tausend Leute gegen eine drohende Kündigung des Autonomen Zentrums und für lebenswerten Wohnraum demonstriert. Dabei haben neben vielen Anarchist/innen auch Mitglieder der FAU-IAA und der ASJ teilgenommen.

\"Wohnraum vergesellschaften!\"

Die Musikparade zog mit drei Lautsprecherwagen vom Hauptbahnhof über die Ringe, vorbei an den ehemals besetzten Häusern im Salierring, am Eifelplatz und in der Moselstraße durch die Innenstadt zum Neumarkt. Zwischendurch kam es mehrfach zu Ausbrüchen von Staatsgewalt als bei Auseinandersetzungen mit der Polizei mehrere Demostrant/innen durch Pfefferspray und Schlagstöcke leicht verletzt wurden.

Medienberichten zufolge wurde einem Beamten das Nasenbein gebrochen. Drei Demonstrant/innen sollen nun Anzeigen wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung und gezündeten Feuerwerkskörpern bekommen. Es wurde außerdem mindestens ein Platzverweis gemeldet und am Rande der Tanzdemo provozierten auch einige kölner Fußballfans mit sozialrassistischen Sprüchen.

Trotzdem war der abendliche Umzug ein deutliches Zeichen für den weltweiten Erhalt von unkommerziellen und selbstorganisierten Freiräumen, aber auch gegen Mietspekulation und Wohnungsnot. Ob sich aber die Lokalpolitik durch DJs und Pyrotechnik von einer Räumung des Autonomen Zentrums abhalten lässt, bleibt allerdings abzuwarten.

Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA)

\"Platz zum Leben\"

\"rave the streets\"

Domblick

\"Hände weg von den besetzten Häusern!\"

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