Köln: Mahnwache für Räumung im Hambacher Forst

Am Abend des vierten Tages der polizeilichen Räumung des besetzen Waldcamps in der Nähe von Buir (bei Kerpen) wurde der letzte Aktivist aus einem sechs Meter tiefen Tunnelversteck gezerrt. Die Presse stellte die Zwangsmaßnahme als „Rettung“ dar, dem widerspricht der Aktivist jedoch. Er hatte genügend Verpflegung eingeplant und hätte die unterirdische Besetzung nicht freiwillig beendet. Etwa dreißig Demonstrant/innen protestierten am Samstagabend (17.11.) vor dem Kölner Hauptbahnhof gegen die Räumung und die Repressionen bei den zahlreichen Ingewahrsamnahmen.

Außer den Anmelder/innen der Grünen Jugend Rhein-Erft und der Initiative „ausgeCO2hlt“ waren auch Mitglieder des Allgemeinen Syndikats Köln zur der Mahnwache beim Dom gekommen. Nach einiger Diskussion über Parteiwerbung beschlossen alle Gruppen ihre Fahnen einzupacken und nur konkrete Inhalte zu präsentieren.

Leider gab es jedoch keine Redebeiträge, nur einige Fernsehinterviews und viele Einzelgespräche. Zwischen Einkaufsverkehr und frühabendlichen Altstadtgästen war es allerdings schwierig die Öffentlichkeit zu erreichen, sodass die Mahnwache nach einiger Zeit wieder eingestellt wurde.

Nach der Kurzblockade der RWE-Zentrale am ersten Räumungstag und der Solidaritätsdemonstration am vierten Tag, war dies nun die die dritte Unterstützungsaktion in Köln. Der Widerstand gegen die Waldabholzung für Braunkohleverbrennung durch RWE geht jedoch weiter, auch nach der Räumung und Zerstörung der Waldbesetzung.

Allgemeines Syndikat Köln (FAU-IAA)