Hambacher Forst: Räumung dauert schon vier Tage

Auch am heutigen Donnertsag (15.11.) konnte die Polizei nicht den in einem metertiefen Tunnelsystem angeketteten letzten Waldbesetzer räumen. Nachdem sie am Dienstagmorgen den Wald bei Buir mit mehreren Hundertschaften gestürmt und zahlreiche Festnahmen vorgenommen hatte, ist die Staatsmacht momentan mit der Situation überfordert.

Wurde anfangs mit schwerem Räumgerät noch das Leben des unterirdischen Blockierers gefährdet, so setzt man momentan auf Verhandlungen und verkauft das der Presse als Rettungsaktion. Nun hat sich der Klimaschutz-Aktivist selbst zu Wort gemeldet und weigert sich aufzugeben (http://hambacherforst.blogsport.de). Bisher gab es in mehreren Städten Solidaritätsdemonstrationen, auch vor der RWE-Zentrale in Köln.

Aktualisierung:
Als am 16.11. die Polizei sich durch das Erdreich bis zur Besetzung durchgearbeitet hatte und die angebliche „Rettung“ kurz bevor stand, floh der Umweltaktivist in einen angrenzenden Tunnel und hält sich seitdem dort versteckt. Die Räumung des Protestcamps im Hambacher Forst ist also auch nach vier Tagen noch nicht beendet…

Hintergründe:
„Repression im Hambacher Forst“